Home-Story: Das würde Christine nach Ihrer Bauträger-Insolvenz alles anders machen #55
Shownotes
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00:00:35: fertig zu bekommen. In dieser Folge erfahrt ihr, wie viel teurer das ganze Projekt für alle wurde, wie sie das alles organisiert haben, warum ein großer Puffer in der Finanzierung Christines Rettung war, denn sie musste über zwei Jahre hinweg die ganze Doppelbelastung von Rate und Miete stemmen und was Christine jetzt alles anders machen würde, wenn sie nochmal eine Wohnung von einem Bauträger kaufen würde.
00:01:02: Also spitzt die Ohren, wenn ihr auch überlegt eine Eigentumswohnung oder ein Haus über einen Bauträger kaufen würde. Also spitzt die Ohren, wenn ihr auch überlegt, eine Eigentumswohnung oder ein Haus über einen Bauträger zu kaufen. Also, los geht's! Ich begrüße heute Christine. Schön, dass du dir heute Zeit nimmst für ein Interview. Hallo!
00:01:19: Ich stelle dich mal ganz kurz vor, Christine ist Ende 50 und ist als Psychologin selbstständig. Sie lebt in Frankfurt und hat dort eine Eigentumswohnung bei einem Bauträger gekauft, der aber dann während der Bauphase Insolvenz angemeldet hat. Das ist natürlich echt worst case. Also ich bin total gespannt auf deine Geschichte, denn Sophie, vorneweg, du bist mit einem großen blauen Auge davon gekommen, aber ich glaube,
00:01:46: du sitzt jetzt in deiner Wohnung. Ja, genau. Das ist nochmal gut ausgegangen, die ganze Geschichte. Total cool. Also bin ich richtig gespannt. Bevor wir zum Insolvenzthema kommen, wollte ich nochmal die ganze Geschichte eintauchen und zwar auch ganz von vorne. Also, wann kam bei dir denn so der Wunsch auf, dass du überhaupt eine Eigentumswohnung kaufen willst? Und gab es da irgendwie so einen Auslöser? Also ich sag mal, ganz, ganz früher kam der Wunsch schon mal auf.
00:02:13: Da war ich so Mitte 30. Damals war ich auch noch verheiratet, hab in Heidelberg gewohnt und hätte am liebsten oben auf dem Köpfelweg, also mit wunderschönem Ausblick auf Heidelberg, eine Doppelhaushälfte gekauft. Ich war immer schon mutig und experimentierfreudig und habe gedacht, ja, man muss irgendwie auch in Werte investieren. Wir haben immer sehr, sehr viel Miete gezahlt, Wohnen war uns immer wichtig. Ja, aber da gehören ja immer zwei dazu, zu so einem Projekt. Und mein damaliger Mann war da nicht so davon zu überzeugen.
00:02:47: Der war ein bisschen sicherheitsorientierter. Und dann zum zweiten Mal kam dann wirklich die Idee, ich würde mal sagen, dann auch nach meiner Trennung, nachdem ich in Frankfurt gewohnt habe, habe ich so mit 43, 44 immer mal schon gedacht, Mensch, das wäre doch was.
00:03:03: Da waren die Preise auch noch gut. Das ist ja eine ganze Weile her. Und dann wurde das wirklich noch mal akut mit 46, 47. Und da war der Auslöser einfach, dass ich mir wirklich irgendwann gedacht habe, das klingt jetzt hoffentlich nicht zu dekadent. Ich habe mir so gedacht, meine Güte, du verdienst gut. Was machst du denn jetzt mit dem ganzen Geld? Kaufst du dir jedes Jahr drei teure Sonnenbrillen? Es war wirklich so ein ganz profaner Gedanke. Was machst du denn mit deinem Geld? Ach, das ist interessant. Also es war quasi
00:03:37: nicht die Absicht, mal so Altersvorsorge, dass ich irgendwie gut abgesichert bin, sondern eher so in Investitionen. Ja, Investitionen. Also das Geld nicht irgendwie raushauen und verschleudern, sondern schon was Bleibendes. Und natürlich, jetzt wo du es sagst, das hat sicherlich damals auch eine Rolle gespielt, weil ich ja immer schon selbstständig bin. Also freiberuflich hatte da wenig in die Rentenkasse eingezahlt. Vorher natürlich war ich natürlich auch festangestellt. Das hat mit eine Rolle gespielt. Aber der Gedanke wirklich, willst du jetzt hier noch jedes Jahr ein paar Sonnenbrillen kaufen oder was machst du mit dem Geld? Und natürlich hat Vorsorge eine Rolle gespielt. Aber das war
00:04:14: nicht der erste Gedanke. Das ist ja interessant. Jeder tickt ja auch ein bisschen anders. Manche sind sicherheitsorientierter, manche eben auch nicht. Wie bist du denn selber aufgewachsen? Weil das war jetzt zweimal in der Stadt, also Heidelberg und Frankfurt. Bist du auch in der Stadt groß geworden oder auf dem Land? Und haben deine Eltern auch eine Wohnung oder ein Haus besessen? Oder waren die Mieter? Also erst mal komme ich aus dem Osten, bin ein Kind des Ostens.
00:04:40: Hab 27 Jahre bis zum Mauerfall dort gewohnt und Wohnen war meinen Eltern immer schon sehr wichtig. Eigentum gab es so gut wie gar nicht, beziehungsweise damals in der ehemaligen DDR waren ja viele auch enteignet. Nein, meine Eltern hatten eine sehr schöne Mittelaltbauwohnung, würde ich sagen, vielleicht so 20er Jahre eine Etage. Und ich persönlich habe dann, als ich ausgezogen war, meine kleine Familie auch, also als die Tochter zur Welt kam, da war ich ja 22, war mein erstes Wohnerlebnis, muss man sich mal
00:05:14: vorstellen, in Mühlhausen, das war eine Kleinstadt in Thüringen und da gab es eine große Psychiatrie, also mit ganz vielen, ganz riesengroßen Villen, so dreietagig. Da waren dann so jeweils 100 Patienten ungefähr untergebracht. Ich habe damals in der Klinik gearbeitet und dann gab es oben drüber im Dachgeschoss, weil Wohnungen waren ja absolut rar. Das war ja Rückware sozusagen. Man sagt ja auch, im Osten haben viele wegen der Wohnung geheiratet. Bei mir war das nicht der Hauptgrund, sondern ich habe meinen ehemaligen Mann sehr geliebt. Aber da haben wir da oben gewohnt und haben angefangen mit so einem acht Quadratmeter großen Zimmer.
00:05:55: Unten die Patienten, oben das Personal, haben dann noch ein ganz kleines Zimmerchen dazu gekriegt und einen riesengroßen Boden, einen alten Dachboden. Genau, das war unser Start. Okay, das heißt, du kommst, also bist eigentlich jetzt nicht so sozialisiert, dass Eigentum, ein Haus besitzen oder eine Wohnung besitzen irgendwie so zum Grundverständnis über die Eltern irgendwie so geprägt wurde, sondern das ist einfach so bei dir dann selber entstanden.
00:06:20: Du hast dir ja eine Neubauwohnung gekauft und die Frage, die ich mir da gestellt habe, ist, wäre das auch okay gewesen, eine schöne Altbauwohnung zu haben oder war dir das wichtig, ganz bewusst, dass es Neubau ist? Da bist du noch nicht so richtig informiert, das war ja ein Industriedenkmal. Genau, es ist ein Industriedenkmal. Es war eine alte Fabrik oder ist eine alte Fabrik, an die neu drangebaut wurde. Ich habe aber in dem alten Teil erworben. Ich habe vorher auch an einem Altbau gewohnt, Stiel-Altbau. Aber das war auch wieder eine ganz interessante Wohnsituation,
00:06:57: weil ich ja Freiberuflerin bin. Da habe ich teilprivate Nutzung in einer Gewerbeimmobilie gehabt. Als Freiberuf darfst du ja auch anteilig privat nutzen. Das wurde aber dann einfach alles ein bisschen turbulent. Dann hatte ich Mitarbeiter, dann wurde mir das alles viel zu viel und viel zu eng. Und dann habe ich gedacht, oh, jetzt du musst hier raus. Jetzt musst du dich kümmern um Wohnsituationen und so weiter. Und dann wollte ich erst in der Nähe von Frankfurt, da gibt es eine alte Industriesiedlung von Höchst.
00:07:28: Die Mitarbeiter hatten da so kleine Häuschen, Backsteinhäuschen, uralt, wunderschön. Und da war ich kurz vor, also ich habe die Bank schon hingeschleppt, das wäre auch alles gegangen, hätte natürlich alles saniert werden müssen. Ja, und dann hatte es so einen erhellenden Moment, dann bin ich abends im dunklen Winter mit dem Fahrrad durch das Ostend gefahren. Damals war die EZB gerade in Planung oder eine Riesenbaustelle und bin dann abends eingekehrt in eine alte Frankfurter Kneipe. Und da saßen Menschen und haben irgendwie so ein Gesellschaftsspiel gespielt, irgendwas musste geraten werden in Teams. Und dann habe ich gedacht, oh ja, hier ist Leben.
00:08:08: Und was machst du gerade? Willst du in Zeilsheim, ich glaube, das ist so 20 Kilometer von Frankfurt entfernt, jeden Tag Autobahn hin und her, da willst du gerade investieren. Und da bin ich Gott sei Dank kurz vorher noch mal aufgewacht. Und habe dann gedacht, nein, das ist nicht das Richtige. Und dann hätte man auch nicht gewusst, das war ja wie gesagt uralt, hätte alles saniert werden müssen, was ist da mit
00:08:29: unterm Haus, mit der Katalysation und so. Und ich war ja alleinstehend, also ich hatte ja keinen Mann mehr, ich war ja neu Single mehr oder weniger und hätte dann wirklich auch alles zukaufen müssen, machen lassen müssen und bin Gott sei Dank da noch mal mit da auch schon mit einem blauen Auge. Also das war schon kurz vor dem Vorvertrag. Okay. So, pass auf. Und dann war ich auch wieder in der Nähe von der EZB da am Osthafen, am Ostend und dann habe ich mein Auto geparkt und sehe diese große alte Fabrik am Osthafenplatz und denke so,
00:09:05: ach Mensch, hier, hier, also das wäre doch was. Ach wirklich? Und witzigerweise war da schon, war da ein riesen Bauprojekt, das Ding war schon im Verkauf und so und dann habe ich tatsächlich bei ImmoScout oder ImmobilienScout bei beiden wahrscheinlich mal nochmal wieder neu recherchiert und geguckt und gemacht. Dann bin ich an einem Samstag dahin, den Makler angeschrieben und dann war meine Einheit wirklich
00:09:33: die allerletzte in dem Industriedenkmal. Und der Rest wäre Neubau gewesen? Nein, der andere war, ja genau, die anderen waren alle schon verkauft. Ich glaube, im Neubau waren noch ein, zwei, drei. Eigentlich waren alle verkauft. Dann bin ich dahin, habe das gesehen. Das sind ja Lofts, riesengroße Loft-Fenster. Dann habe ich, glaube ich, innerhalb von einer Viertelstunde, also man muss sich das wirklich mal überlegen, wie gesagt, ich habe ja wenig Absicherung gehabt. Ich hatte keinen gutverdienenden Banker oder Anwalt aus Frankfurt an meiner Seite. Und dann habe ich gesagt, ich mache jetzt einen Vorverkaufsvertrag. Pass auf. Und das war natürlich im Nachgang die beste
00:10:18: Entscheidung. Natürlich hochriskant, weil ich komme raus aus dem Gespräch mit dem Makler und draußen steht eine Frau in meinem Alter mit ihrem Sohn. Und da kannst du dir mal dreimal überlegen, wofür die sich gerade sehr interessiert haben. Ach, Wahnsinn. Okay. Also hast du quasi Nägel mit Köpfen gleich gemacht. Du, ich habe Nägel mit Köpfen gemacht. Und woher wusstest du, in welcher Höhe du dir was leisten kannst? Ach, das weiß ich jetzt gar nicht mehr so ganz genau, aber ich glaube, ich hatte mir
00:10:49: da irgendwie ein Limit gesetzt und hatte vorher ja mit dieser alten Industrieimmobilie in Salzheim, hatte ich das alles von der Bank schon mal durchrechnen lassen. Ich wusste, wie viel Eigenkapital ich habe. Da waren ein paar kleine Bausparverträge, da war eine kleine Lebensversicherung, da war nicht viel Sicherheit. Meine Eltern hatten dann nach der Wendling was gekauft, ein sehr schönes Haus und auch ein Grundstück,
00:11:14: aber die wollte ich jetzt mit sowas nicht. Also da wollte ich mir keine Sicherheiten holen, da hätte mein Vater auch nicht mitgemacht. Genau, und dann hatte ich so ungefähr eine Ahnung, was da so machbar ist bzw. was ich leisten will. Bei mir war wichtig, ich kann mich jetzt nicht für eine Immobilie versklaven und kann meinen angenehmen Lebensstil auch mal gut essen gehen, mal schön in den Urlaub fahren, mal eine schöne Sonnenbrille. Ich wollte gerade sagen Handtasche, aber ich bin nicht so der Handtaschentyp.
00:11:46: Genau, also ich hatte schon eine Idee. Ich hatte eine Idee damals. Ah ja, okay. Und darf ich nochmal fragen, wann war das denn jetzt ungefähr? Vor zehn Jahren oder? Vor zwölf Jahren. Vor zwölf Jahren. Vor zwölf Jahren. Das war schon damals kein Schnäppchen mehr. Also auch vor der Bauträgerinsolvenz war es kein Schnäppchen.
00:12:08: Ja, okay. Nein, natürlich wussten alle, es wussten alle, die EZB, die ist also zehn Minuten fußläufig und du bist in zwei Minuten am alten Industriehafen, am Osthafen oder eben am Main auch. Und man hatte die Idee, dass dieses ganze Viertel generell aufgewertet wird. Und das ist natürlich auch im Bereich des Hafengebiets. Und es war eine ganz große Ausnahme, dass da überhaupt privater Wohnraum auf der Höhe, wo ich da bin, entstehen
00:12:41: durfte. Also da ist sehr viel Industrie da. Viele Büros auch, Hotels und so mittlerweile. Oder eben dann vom Hafengeher zum Wasser hin auch. Ah ja, und deine Spekulation ist dann auch aufgegangen. Also das Viertel ist auch quasi aufgewertet worden. Auf jeden Fall. Also da, es blüht, sagen wir mal so. Da ist noch viel zu tun und jetzt braucht es natürlich noch mehr Restaurants.
00:13:08: Das heißt aber auch, weil das ja alles dann so schnell ging und deine Entscheidung ja auch sehr rasch gefallen ist, dass du jetzt auch nicht groß den Bauträger überprüft hast, ob der jetzt ein Schufa gut dasteht oder ob der jetzt schon lange am Markt ist. Nein, gar nicht. Ich hatte natürlich ein ganz großes Vertrauen in diese Bank. Ich habe gedacht, wenn die mir auch diesen Kredit geben und wenn die Ja sagen zu diesem Umbau, dann ist das...
00:13:33: Also sicherer kann ich nicht sein. Und ich wusste damals nicht... Ich wusste einfach nicht, dass es eine Bauträgerinsolvenzversicherung gibt. Das hat mir kein Mensch gesagt. Zum Beispiel. So was soll es ja geben. Ich habe eine Rechtsanwältin letztens interviewt, die hat gesagt, das gibt es nicht.
00:13:50: Aber ich mache mich noch mal schlau. Also dem gehe ich noch mal nach. Ich habe jetzt noch mal nachrecherchiert. Also es gibt keine Versicherung dazu, sondern es wird empfohlen, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, wie zum Beispiel einen Sicherheitseinbehalt. Und dieser sollte in eurem Bauträgervertrag geregelt sein. Dazu nochmal mehr in der Folge 53 mit der Anwältin Manuela Reibold-Rollinger. Das heißt, du hast den Vertrag bekommen und du hast einfach gedacht, das wird jetzt schon
00:14:27: alles irgendwie gut laufen und hast einfach unterschrieben. Ich bin relativ, muss man schon sagen, blauäugig da reingegangen. Ich war einfach völlig naiv, muss man wirklich so sagen, im Nachgang. Bei so einer Investition, ich habe das noch nicht mal von einem Rechtsanwalt prüfen lassen. Würde ich natürlich heute alles anders machen. Genau, das ist ja das Spannende jetzt und auch, glaube ich, das Wertvolle jetzt an deinem in deiner Geschichte, auch für die Zuhörer, deine Learnings. Was würdest du jetzt anders machen? Weil das ja als Laie kann man ja diese ganzen Fallstricke gar nicht wissen. Und genau, du bist ja Gott sei Dank noch mit einem blauen
00:15:05: Auge aus der ganzen Geschichte heraus. Deshalb ist es, glaube ich, jetzt total spannend, erstmal die Geschichte zu erfahren, wie sowas abläuft und was da alles passiert ist. Und dann aber auch Learnings, was würdest du diesmal anders machen. Aber da kommen wir später dazu. Erzähl mal, also da ging die Baustelle los. Wie war das dann so, als du das erste Mal von der Insolvenz erfahren hast? Gab es da irgendwie schon vorher so Anzeichen oder war das so hoppla hopp? Ich will mal noch was einschieben, was man vielleicht auch mal erwähnen muss.
00:15:37: In dem Moment, wo du deine Kreditlinien kriegst, musst du ja auch sofort tilgen. Du hast noch lange keine Immobilie, aber du musst tilgen. Die Bank kommt und sagt, jetzt wollen wir auch, wenn du das nicht abgerufen hast, musst du ja dann schon monatlich einen Haufen Geld bezahlen und hast eigentlich überhaupt noch gar nichts. Das sei mal dahingesagt, weil ich glaube, das wissen auch viele nicht. Ja, und vor allem hat man eine Doppelbelastung für diesen ganzen Zeitraum, der jetzt da entsteht. Genau. Und dann war das so, eigentlich kurz bevor das Ding fertig sein sollte.
00:16:14: Man ist dann immer mal hin und hat geguckt, wie ist das denn drin. Und dann habe ich immer gedacht, okay, das soll dann und dann fertig sein. Es gab ja einen Termin. Aber so irgendwie mit der Innenausbau, ich wusste ja auch nicht, was wird in den anderen Einheiten gemacht, wie weit sind die da schon? Dann hat man immer gesagt, ja, sie sind dann und dann dran. Ich habe ja ein grenzenloses Vertrauen in die Menschen und in die Welt und so ein Urvertrauen,
00:16:39: was ja prinzipiell in solchen Projekten auch nicht schlecht ist. Und dann, wie gesagt, ich glaube, drei, vier Wochen, fünf Wochen später sollte das eigentlich einzugsfertig sein. Von außen sah das auch schon alles ganz schön ordentlich aus und innen hätte man nur, und das kann ja relativ schnell gehen, weiter ausbauen müssen. Die Fliesen waren ja ausgesucht und, und, und. Und dann war ich mit meiner Mutter in Hamburg. Wir wollten ins Palais John Neumeyer, ein wunderschöner, sonniger Tag, ein wunderschönes Hotel. Und dann kam da irgendwie eine E-Mail, die ich fast überlesen hätte. Ich war so unterwegs. Stell dich jetzt aufs Schlimmste ein. Also so worst case, rechne
00:17:17: damit. Ich glaube, bei mir wären es 200.000 Euro zum damaligen Zeitpunkt, die komplett weg gewesen wären und natürlich ohne was in der Hand zu haben. Stell dich mal darauf ein, dass das Geld jetzt weg ist. Also wir haben das ja sowieso nur hingekriegt, glaube ich, weil wir top, top Anwälte bei den Erwerbern hatten. Unter den anderen Käufern. Ja, ja, einer bin ich besonders dankbar, die ist mittlerweile auch Partnerin in der großen globalen Anwaltskanzlei. Die hat quasi da in einer Seelenruhe, es musste ja jetzt mit der Bank, der Bodensee-Bank,
00:17:50: oder wie die hieß, musste ja dann quasi verhandelt werden, dass die da nicht, also dass die irgendwie dabei bleiben, ja. Und das haben wir wirklich dann mit einem schlagkräftigen Projektteam, wo, wie gesagt, fast ausschließlich Juristen drin waren und auch Marketing war da jemand. Auf jeden Fall haben wir uns da selber organisiert.
00:18:12: Ich war nicht in dem Projektteam, ich hätte da nichts beitragen können. Ich bin ja mal artig zu den ganzen Eigentümerversammlungen, hieß es ja damals noch nicht, das heißt ja anders. Wie hat sich diese Gruppe formiert? Du kriegst eine E-Mail, die E-Mail war vom Bauträger. Die war vom Bauträger und dann haben wir uns irgendwie untereinander. Man kannte so ein, zwei Leute, die kannte man da irgendwie aus dem Vorfeld schon mal. Und dann hat der eine den, der andere den. Dann hat eben einer gesagt, so, lasst uns jetzt mal treffen. Was machen wir denn? In dieser völlig orientierungslosen Phase hat dann gerade eine Anwältin,
00:18:45: und es war gut, dass es nur die eine war, der haben wir auch natürlich sehr vertraut, ruhig, sachlich, und die hat da die ersten Schritte in Gang gesetzt. Ich sag's mal so. Und dann waren wir natürlich vertrauenswürdig, dann kam der Insolvenzverwalter dazu,
00:18:59: der einen guten Ruf hatte auch, der Insolvenzverwalter und der hat dann gesagt, passt mal auf, ihr lieben Leute, entweder ihr macht alle mit, ausnahmslos alle, und dann wusste man natürlich nicht, wie ist das jetzt für die, die ganz mit heißer Nadel gestrickt hatten. Und es haben ja auch welche dann verkauft, Pals über Kopf, da waren schon auch welche dabei. Und ihr zahlt alle Pauschalte 10 Prozent% zum Kaufpreis. Das war die Ansage. Dann musste das natürlich auch alles verhandelt werden.
00:19:32: Dann kam jemand anderes, der es weitergebaut hat. Dann haben wir natürlich auch wieder ein Projektteam, das die anderen kontrolliert hat. Dann haben wir einen eigenen Sachverständigen, damit das dann aber auch wirklich alles gut wird. Und dann kamen natürlich noch mal diverse, ich glaube, das war nach der
00:19:49: Bauträgerinsolvenz, dann hatten wir das Thema, was der Berliner Flughafen hatte, wenn ich es richtig verstanden habe. Dann hatten wir in diesem Industriedenkmal irgendwelche Abstände zwischen den Decken dann, zwischen den Einheiten. Und dann musste das alles wirklich sehr, sehr aufwendig so gemacht werden. Es sollte dann aber auch wirklich ordentlich werden.
00:20:10: Bei dem ganzen Stress, weil das war schon, muss man schon sagen, existenziell. Weil z.B. ich, nur mal alleine, ich konnte, habe ich ja gesagt, ich war dann sehr beengt hier vorher, wo ich gewohnt habe. Und wusste, ich brauche jetzt irgendwas, wo ich mich wohntechnisch wohl fühle. Was heißt die ganzen Umzüge, die da noch zwischengemacht, also was das für Geld gekostet hat. Du bist in der Zwischenzeit noch woanders hingezogen. Natürlich, ich wusste ja
00:20:39: keiner wann wir nun fertig werden. Das hat ja zwei Jahre länger gedauert als geplant. In den zwei Jahren, die hast du on top noch die Zusatzbelastung gehabt. Natürlich. Die haben wir schon abgezahlt, obwohl es noch nicht fertig war. Aber das Geld wurde dann alles für solche Dinge, die nicht bleibend waren und die nicht im Nachgang nichts hatten. Aber immerhin, ihr seid ja dann nach zwei Jahren, zwei Jahre später eingezogen. Aber das ist natürlich finanziell ein wahnsinniger Kraftakt,
00:21:08: erstmal die 15 Prozent on top zu so einer großen Summe draufzulegen und über diese lange, lange Zeit ja auch diese Tilgung und diese ganzen Bankraten schon zu zahlen, um parallel sein normales Leben in der Miete auch noch zu kritisieren. Richtig. Das ist bei mir wirklich nur gegangen, weil ich im Consulting einen guten Job mache. Ich war sonst auch sparsam, aber ich wollte ja, wie gesagt, nicht mit so einer heißen Nadel. Ich wollte noch gut leben können. Das war mein Glück, dass ich diese Puffer für mich und sonst auch keine riesen Verpflichtungen. Ich habe zwar dieses wunderschöne Büro hier in Frankfurt, kostet auch viel Geld, aber meine Tochter war da im Studium schon fast durch und ich hatte sonst wirklich keine Verpflichtungen
00:22:00: und hatte mich sonst auch nicht in keiner Form irgendwie verschuldet. Das war wirklich mein Glück, dass da gut Luft war. Und das ist das, was ich wirklich jedem empfehlen kann. Ich meine, ich berate ja zum Beispiel auch viele Paare und so. Also den Stress, den dann gerade die Hauptverdiener auch in den Partnerschaften haben, da wirklich das Geld ranzubringen.
00:22:20: Das ist schon nicht ohne. Und ich wusste ja immer, ich muss mit mir kalkulieren. Wenn es jetzt ganz hart auf hart gekommen wäre, das Ding hätte mir immer jemand abgenommen. Davon bin ich überzeugt. Das wäre ich wieder losgeworden. Das war natürlich auch wichtig. Ich hatte jetzt nicht in irgendeine Bruchbude investiert, sondern Lage, Lage, Lage. Und dann so ein Loft und Industrie-Denkmal.
00:22:46: Und das war ja schon prinzipiell, hatte man die Idee, wenn das mal fertig wird, wird das gut. Ja, okay. Genau. Jetzt nochmal zu den anderen. Ihr wart ja 90, was ja schon eine wahnsinnige Anzahl ist. Gab es da jetzt auch viele Konflikte unter den Leuten, weil man sich nicht einig? Nein, nein, wir hatten ja einen sehr guten Insolvenzverwalter, der hat das dann auch alles geregelt. Und da musste man auch, da waren bestimmt ein paar dabei, die in irgendeinem Hintergrund gelaufen sind, das weiß ich nicht.
00:23:13: Ja, mit wer da vielleicht wirklich nicht konnte und dann hat jemand anders übernommen, das kann ich nicht sagen. Es wurden da auch Verkaufsplan natürlich, Panik, manche hatten ja auch nicht nur eine Einheit gekauft. Nee, das mussten wir in der Form nicht regeln, weil uns war ja allen klar, entweder wir machen das jetzt alle oder keiner. Hat das euch irgendwie zusammengeschweißt? Ah, das ist, würde ich sagen, inselmäßig ist das so.
00:23:41: Das ist einfach ja auch eine große Einrichtung, würde ich mal so sagen. Ich glaube, wenn wieder was wäre, sind wir wieder alle stehen wie alle beisammen. Aber ansonsten sind das einfach viele Menschen, die sonst auch viel zu tun haben. Beziehungsweise, wenn dann auch Eigentümer Versammlung ist, dann ist da so der harte Kern. Das ist schon ganz gut, dass es nicht so anonym ist. Ja, das ist ja dann eigentlich auch eine positive Seite. Nochmal zu den anderen.
00:24:10: Hast du da das Gefühl, also du hast gesagt, manche haben dann verkauft. Haben die während der Insolvenz und Baustelle verkauft oder mussten die das quasi erst zu Ende bringen und konnten es erst verkaufen, als es quasi fertig ist. Da waren welche, die haben auch in der Insolvenzphase gekauft. Ah ja, okay. Und da gab es dann auch jemanden, der das abgenommen hat. Ja, ich glaube, es gibt Menschen, die solche Situationen dann auch gut für sowas nutzen, wenn du genug Geld hast.
00:24:36: Ich meine, die Wahrscheinlichkeit war ja schon irgendwo hoch, dass das Ding irgendwie fertig war. Es ist eine Bauruine und das ganze Geld ist weg. Und dafür war das Stadium auch schon relativ weit. Es war ja nicht die Baugrube quasi. Es war insolvent.
00:24:52: Nein, nein, nein. Man hatte eine Vorstellung. Und es war jetzt auch nicht so, dass da jetzt nur mängelhaft gebaut worden war. Genau. Jetzt würde ich ganz gerne natürlich dazu kommen, du hast jetzt eine Situation durchgemacht, die ja wirklich Wahnsinn ist. Also da geht man ja auch psychisch durch ganz viele Krisen durch, weil es geht ja wirklich an die Existenz. Und ich würde natürlich jetzt gerne herausarbeiten mit dir, wie man sich davor schützen kann. Meine Hörer sind alle in so einer Phase, die denken gerade nach,
00:25:27: soll ich mir was kaufen, soll ich mir nichts kaufen. Der große Markt in Deutschland ist eben über Bauträger zu kaufen und eben nicht selber zu bauen oder mit Architekten, das ist nur ein ganz kleiner Marktanteil. Und deshalb ist das natürlich ein Riesenthema. Wie würdest du jetzt da nochmal
00:25:46: rangehen, wenn du wüsstest, was da alles so passieren kann? Also wie gesagt, ich würde auf jeden Fall, ich habe zum Beispiel die Rechtsschutzversicherung, ich habe eine Rechtsschutzversicherung, auch eine gute, teure, mit allem drum und dran. Und für den Bereich eigene Immobilie habe ich die erst ein paar Monate nach Kaufvertrag abgeschlossen. Das würde ich anders machen. Auf jeden Fall sollte man diesen ganzen Bereich, alles rundum bauen in der Rechtsschutz schon vorher haben. Das greift im Nachgang nicht. Ich hatte ja so ein, zwei, drei
00:26:16: Fälle, wo ich gesagt habe, da bräuchte ich jemanden. Nein, habe ich gesagt nicht, obwohl ich ja wie gesagt viel Geld bezahle. Das ist das eine. Dann wie gesagt mindestens ein Juristen, der immer alle Verträge rauchen runter prüft. Genau und dann eben wirklich worst case auch, was passiert, wenn ich krank werde oder irgendwas. Ich sage es ganz ehrlich, ich habe ja so ein ganz tiefes Grund-Urertrauen und denke immer, die Dinge werden sich fügen. Aber a haben das nicht alle Menschen und b das kann auch mal ganz schön nach hinten losgehen.
00:26:53: Also man sollte wirklich alle Eventualitäten da mal, einen Jobverlust mit einrechnen oder eine Trennung. Gerade in solchen Phasen gibt es natürlich Trennungen auch, also vorher Verträge, ordentliche Verträge, am besten Eheverträge, muss ich ganz ehrlich sagen. Das ist immer gut. Ja, du bist ja als Psychologin eben vorwiegend für Paare zuständig. Nicht nur für Paare, für Beziehungsthemen. Also Beziehungsthemen.
00:27:20: Genau, Karriere und Beziehung. Aber bei uns sind auch viele Paare. Das heißt, du würdest zusätzlich zu dem Anwalt, der quasi erstmal diese Bauträgerverträge prüft, noch zusätzlich auch das ganze Thema Ehevertrag eingehen? Ja, das ist einfach wie zweimal heiraten. Das ist nochmal eine andere Hausnummer.
00:27:42: Oder was ist, wenn wir uns trennen und wie ist das alles geregelt? Also da erlebe ich ja die schlimmsten Sachen, muss ich ganz ehrlich sagen. Da holen wir uns auch. Gerne empfehle ich, wenn Paare oder auch Einzelpersonen in solchen Situationen zu uns kommen und wo einfach die ganzen Dinge nicht geregelt sind. Die sind natürlich nach dem Gesetz schon irgendwie geregelt, aber sich dann auch zu einigen ohne Rosenkrieg und so weiter und so fort. Ja, was bedeutet das, wenn ich jetzt so eine Immobilie hingesetzt habe und dann will einer nicht mehr. Und ich will, das ist aber mein
00:28:17: Herzblut. Ich habe da so viel rein investiert und, und, und. Und jetzt müssen wir es vielleicht alles verkaufen. Also was gibt es da für Möglichkeiten? Ich würde schon auch mal so ein paar Szenarien durchrechnen und ich weiß nicht, wie gesagt, ich bin kein Jurist, aber das vielleicht auch wirklich klarer vereinbaren. Das heißt, noch mal zusammengefasst, also du würdest auf alle Fälle einen Anwalt konsultieren, der erstmal diese Bauträgerverträge genau prüft.
00:28:45: Dann das Thema Rechtsschutzversicherung vorher, bevor man die Verträge unterschreibt, nochmal prüfen, ob man das gut absichern kann, falls da irgendwelche Probleme auftreten. Dann, was war das dritte nochmal? Na die eigenen, also was ist wirklich das Case? Wie geht das dann? Also wie so einen Notfallplan machen und den aber auch schriftlich fixieren und gerne notariell bestätigen lassen. Wie gesagt, ich bin kein Jurist, es gibt keine Rechtsberatung.
00:29:15: Aber quasi nochmal die Situation in der Partnerschaft, wenn man es zu zweit kauft, um da nochmal durchzugehen, was sind eigentlich alles so Case-Szenarien? Das kann ja von Krankheit bis eben zur Trennung verschiedene Situationen sein. Krankheit, Lockerlust, Trennung, ungeplante Kinder und Hochwasser oder irgend so ein Zeug. Oder eben, dass dann die Verzögerung reinkommt oder irgendwelche Auflagen nicht erfüllt wurden. Also wenn die Immobilie noch nicht fertig ist, habe ich einfach viel
00:29:45: mehr Risiko. Und wenn es dann natürlich noch ein Denkmal ist, ich glaube, das hat schon auch mit dazu beigetragen. Diese ganzen Extra-Vorschriften und so weiter, das hat natürlich dann alles steuerliche Vorteile, aber die wurden natürlich auch, da gab es viel Schmerz. Also wie Schmerzensgeld, das man zahlen muss. So schön es dann ist. Die Tipps, die du gegeben hast, sind, glaube ich, auch wirklich wertvoll. Ich habe letzte Woche ein Interview oder vor zwei Wochen ein Interview gemacht mit dem Geschäftsführer von dem Bauherren Schutzbund. Das ist so was wie der Mieterschutzbund, nur für private Bauherren. Und genau da, über diesen Verein, der gemeinnützig
00:30:26: ist, kann man eben diese Anwälte eben auch günstig beauftragen und hat eben dann auch diese Fachanwälte, die genau auf diese Fälle dann eben auch spezialisiert sind. Sehr gut. Ich glaube, da kann man sich das Interview nochmal anschauen. Man fragt sich ja auch immer, wo kriege ich jetzt dann so einen Anwalt her, der sich genau das auskennt. Ja, alles teuer auch. Ja, ein Tipp, der mir jetzt noch einfällt, den du gegeben hast, war noch Puffer aufbauen. Unbedingt.
00:30:50: Genau. Beziehungsweise Puffer lassen und nicht spitz auf Knopf, nur weil es jetzt unbedingt sein muss oder weil da das super Angebot kommt. Auf keinen Fall. Das macht einfach keinen Spaß mehr, wenn man jeden Groschen, sage ich mal, dann nur noch umlegen muss. Du bist ja auch selbstständig. Hast du noch irgendwelche Tipps für Selbstständige, die auch selbstständig sind, wenn sie sich überlegen,
00:31:15: so eine Immobilie zu erwerben? Fällt dir da irgendwas ein? Naja, erstmal ist es für Selbstständige immer viel schwieriger und dann noch wie gesagt Single wie ich Kredite zu kriegen, wenn die schon höher sind. Man muss sich einfach klar darüber sein, dass ich dann nicht sagen kann, ich mache jetzt mal vier Jahre nichts, weil ich ja irgendwie da noch Verpflichtungen habe. Bei Miete ist es so, ich könnte dann sagen, ich nehme mir dass ich eine viel kleinere Wohnung nehmen könnte. Die sind mittlerweile in Frankfurt auch so teuer geworden.
00:31:48: Aber da bin ich schon flexibler. Ich kann nur jedem Selbstständigen raten, vorzusorgen. Ich habe damit viel zu spät angefangen. Ich habe mich ja mit 42 getrennt. Ich habe in meinem Leben zweimal fast bei Null angefangen. Einmal nach dem Mauerfall
00:32:05: aus Thüringen nach Norddeutschland und dann nochmal von Heidelberg nach Frankfurt. Ich wollte dann einfach mal irgendwas schaffen, wo ich sage, das hast du und das nimmt dir jetzt auch keiner mehr mit. Das kann ich nur allen selbstständigen. viele sind viel zu blauäugig. Die freuen sich über das viele Geld, was sie da verdienen. Aber irgendwann, das habe ich so mit Mitte 55 so gemerkt, da hast du auch nicht mehr die Lust so ganz viel zu arbeiten. Da hast du andere Interessen, da willst du vielleicht mehr reisen und und und, kostet auch wieder. Also schauen und möglichst früh, nicht zu lange
00:32:45: warten mit solchen Geschichten. Möglichst früh, aber alles wirklich solide aufgestellt. Von mir aus, kleinen Anfang, wenn ich das jetzt sehe, da auf Instagram und überall, dass sie sagen, hier, für 30.000 Euro, da kannst du mit einer kleinen Immobilie anfangen. Genau das hätte ich schon viel früher bekommen und hätte ich zehn Jahre früher machen sollen. Da wäre ich jetzt wahrscheinlich wirklich mehrfache Immobilienmillionärin. Wirklich. Aber es ist nie zu spät für irgendwas. Aber natürlich, wenn man schon fortgeschrittener ist und keine 30 mehr,
00:33:20: muss man sich das einfach auch alles gut überlegen. Das heißt, du hast deine Immobilie jetzt mit Mitte 40, glaube ich? Ja, mit 47. 47, genau. Und den Kredit zahlst du denn noch bis 65? Ich muss noch ein bisschen was abzahlen, aber das ist alles sehr überschaubar geworden.
00:33:38: Ach, das ist doch toll. Ich habe natürlich viele Sondertilgungen auch gemacht. Ja, okay, cool. Die Sonnenbrillen, die könnte ich gar nicht aufsetzen, die vielen Sonnenbrillen. Nee, aber dann ist ja echt nochmal alles gut ausgegangen. Finde ich echt eine sehr inspirierende Geschichte. Vor allem, dass auch die Gruppe dieser 90 Leute auch so gut zusammengehalten hat, weil es könnte ja auch sein, dass man sich da eher auch überwirft. Nein, es war uns klar, mitgehangen, mitgefangen.
00:34:08: Das waren alles intelligente Menschen. Okay, das ist ja echt auch spannend, das zu beobachten, wie sich so eine Gruppe dann auch formiert. Wie gesagt, ich weiß nicht, was alles noch im Hintergrund gelaufen ist. Der Immobilienverwalter, und das war ein sehr, sehr guter, der hat das Ding mit uns geschaukelt.
00:34:25: Also das war wirklich ein sehr guter, das muss man dazu sagen. Also man muss sich vor allen Dingen dann, wenn es einem passiert, muss man angucken, wer will das Projekt jetzt an sich reißen. Also Insolvenzverwalter. Was hat der schon für Projekte gemacht. Das ist noch ein Tipp zum Schluss, kommt mir gerade, bitte immer eingekalkulieren, das Wohngeld, was man dann noch jeden Monat, wenn du eine Immobilie hast, das kann wahnsinnig hoch sein. Das sind bei mir glaube ich um die 500 Euro. Das ist viel.
00:34:57: Also du musst ja jeden Monat, wird zurückgelegt, damit es zu planiert wird, Hausgeld. An sowas denken viele nicht. Ja, also auch im Alter, dass man das nach wie vor weiter zahlt. Eben, eben. Und das musst du ja dann auch mit deinen ganzen Kreditraten auch jeden Monat schultern. Da wird der Gärtner bezahlt, dies, das und jenes. Und das ist auf jeden Fall deutlich höher, als wenn du eine Mietwohnung hast.
00:35:23: Ja, das stimmt. Christina, vielen, vielen Dank. Ich glaube, man hat wirklich richtig viel mitgenommen. Auch die ganzen Tipps, die du gegeben hast. Ich glaube, da wird der eine oder andere sich nochmal denken, okay, das muss ich nochmal genauer anschauen. Und genau das wird das Ziel dieser Folge sein, dass man da wirklich ein bisschen kritischer mit diesen ganzen Verträgen umgeht und dann eben nicht blauäubig wo rein schlittert. Du hast es gut gewuppt, aber nicht jeder ist wahrscheinlich so gut aufgestellt oder
00:35:51: hat nicht so viel Puffer auf die Seite gelegt. Du hast da, glaube ich, das auch ganz gut kalkuliert. Ja, das war bei mir auch trotz der guten Kalkulation. Ich habe die vielen, vielen zusätzlichen Kosten für andere Wohnungen und so. Also das war dann auch irgendwann aufgebraucht. Also mich nicht falsch verstehen, diesen Puffer habe ich ja gebraucht. Der war notwendig, um das alles halbwegs, also um vor allen Dingen auch nicht krank zu werden, um den Stress irgendwo. Deswegen war es mir auch wichtig,
00:36:22: dass ich jetzt nicht irgendwie in so ein Übergangsding ziehe, sondern ich wusste schon, was so was mit mir machen kann auch. Ja, okay. Dafür war der Puffer enorm wichtig. Ich wäre mir vorgekommen wie ein großer Loser wahrscheinlich. Obwohl, wie gesagt, das konntest du nicht voraussehen. Ja, genau. Okay. Also, ich bedanke mich nochmal. Ich fand, es war wirklich total spannend.
00:36:49: Und ich wünsche dir weiterhin ganz viel Wohlbefinden in deiner Wohnung, dass du jetzt eine gute Zeit hast, dass du deine Wohnung abbezahlst und dann eben das Ganze auch als Altersvorsorge genießen kannst. Absolut, absolut. Wenn das Ding durch ist, dann habe ich in der Hinsicht auf jeden Fall keine Verpflichtung mehr. Ich wollte noch fragen, du bist ja auch auf Instagram oder so,
00:37:13: kann man dein Haus noch irgendwo anschauen, dass man mal sieht oder gibt es da irgendwie einen Link? Ja, also wir haben zum Beispiel in Frankfurt im Osthafen gibt es ja den Osthafenplatz, da ist das Industriedenkmal und da ist das e-Karus, das ist ein Designkaufhaus. Da kann man auf den Parkplatz gehen, da sieht man auch die schöne Street Art, da sind jetzt riesengroße Fassaden gerade im letzten halben Jahr bemalt worden und da kann man auch noch mal von hinten drauf gucken, aber von vorne vom Osthafenplatz sieht man es und direkt vom Main sieht man das auch. Ah ja, okay. Ich suche ein paar Bilder und dann lade ich das mal auf Instagram, dann kann man das anschauen.
00:37:50: Cool, super. Und allen, die gerade am Bauen sind oder am Überlegen sind oder was auch immer, denen wünsche ich jetzt einfach dann vor allen Dingen auch ganz viel Spaß und aber auch gute Nerven beim Durchhalten. Jedes Bauprojekt ist einfach ein Riesenprojekt. Auch für die, die nur bauen lassen und wo alles glatt läuft, glaube ich, sollte man da insgesamt gut aufgestellt sein. Perfekt, schönes Schlusswort. Dann vielen Dank für alles und dann wünsche ich dir jetzt noch ein schönes Wochenende. Tschüss! Dir auch! Sodala, das war die Homestory mit Christine. Ich fand das Gespräch wirklich sehr ehrlich und was mich total beeindruckt hat, war wie die Gruppe von 90 Leuten dann in so einer Krise so gut zusammengehalten hat. Ja, aber auch Christine fand ich total beeindruckend, wie sie das finanziell alles ganz alleine
00:38:46: gestemmt hat. Sie hat ja wirklich vorher super gut kalkuliert und sich auch nicht mit den Raten so aus dem Fenster gelehnt und zusätzlich hat sie noch einen enormen Puffer gehabt, also wirklich vorbildlich. Ja, ich hoffe, ihr konntet auch ganz viel aus der Folge mitnehmen. Und wenn ihr jetzt noch Freunde oder Bekannte habt, die gerade überlegen, sich eine Wohnung
00:39:09: von einem Bauträger zu kaufen, dann teilt doch unbedingt die Folge mit ihnen, damit sie noch so ein paar Learnings mitnehmen können. Ja, und es gibt bei Spotify jetzt ein ganz neues Feature. Also ihr könnt zum einen den ganzen Podcast bewerten, was ich natürlich total cool fände und man kann die einzelne Folge auch bewerten. Ja und da kann man eben auch Texte schreiben und da würde mich natürlich total interessieren, was euch gut gefällt, was ich noch
00:39:37: verbessern kann und vor allem, welche Themen euch noch so interessieren. Ja und ich freue mich wirklich über jedes einzelne Feedback. Also schon mal vielen, vielen lieben Dank dafür. Ja dann hören wir uns jetzt beim nächsten Mal. Ich freue mich auf euch. Bis dann.
00:39:53: Ciao. Transcribed with Cockatoo
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